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Dieter Behrens

* 03.02.1944
† 26.11.2011
Erstellt von Westfälischer Anzeiger

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Kondolenzen (1)

Sie können das Kondolenzbuch nutzen, um den Angehörigen Ihr Beileid zu bekunden, Ihrer eigenen Trauer Ausdruck zu verleihen oder um dem Verstorbenen einige letzte Worte des Abschieds mitzugeben.

Kondolenz

Von Anja Sporleder, Lippetal

28.11.2011 um 21:52 Uhr
Mein geliebter Papa, er fällt mir so schwer, Dich in diesem Zustand zu sehen, es zerreißt mir das Herz, Dich so zu sehen und Dir nicht helfen zu können. Du warst immer für mich und für uns da, hast uns geholfen, wo es nur ging. Immer warst Du gesund, munter fröhlich konntest kaum zur Ruhe kommen. Ob beim Fußball als Schiedsrichter oder auch als Zuschauer,immer warst Du mit Eifer dabei Auch in der Halle warst Du da, wenn Hilfe gebraucht wurde . Hast geholfen und angepackt, wo es nur ging. Hast Arbeiten erledigt die Du gar nicht machen musstest. Aber Du hast es gerne und auch mit Freude gemacht. Immer hast Du an andere gedacht, ganz selten mal an Dich!! Du hast Dir kaum mal eine Pause oder einen Urlaub mit Mama gegönnt. Selbst als Du operiert wurdest, hast Du an die Kranken Menschen gedacht, die in Münster lagen. Und jetzt, jetzt geht es Dir selbst sehr viel schlechter...als den Menschen die dort auf Deiner Station waren. Was hast Du alles in dem letzten halben Jahr durchgemacht? Der 28 Mai wird immer ein Datum bleiben, was ich nie vergessen werde. Der Anblick, Dich so hilflos, so abwesend zu sehen....... Jetzt stehe ich an Deinem Bett und kann nicht sprechen, kann Dir nichts sagen ........obwohl ich Dir so viel sagen möchte :-( Wir haben so gehofft, das alles gut wird. Haben uns und Dir Mut gemacht. Aber dann kam diese Diagnose "Glioblastom Grad 4" Nicht operabel, schnell wachsend und sehr aggressiv :-( Das durfte doch nicht wahr sein, das war doch alles nicht war, ein Traum ...Du warst doch nie krank, nie hattest Du Kopfschmerzen...keinerlei Anzeichen für so eine schlimme Krankheit. Aber es war die Realität, manche nannten es Schicksal, für uns war es unbegreiflich Dann kam die Chemo, die Bestrahlung, Du hast gekämpft, hast nicht aufgegeben, wolltest leben, noch Zeit mit uns , und auf dieser Welt erleben. Aber eines kam zum anderen. Du bist gestürzt, hattest Anfälle, wurdest schwächer, konntest Dich immer und immer weniger bewegen. Deine Kraft wurde weniger. Wir haben versucht immer für Dich da zu sein, Dir alles so leicht wie möglich zu machen. Aber auch das hat nicht gereicht. Dieser Tumor war stärker. Er hat Dir die Stimme genommen er hat Dich völlig unter Kontrolle und macht Dir das atmen und das Leben schwer. Es war immer selbstverständlich, das wir miteinander gesprochen haben, gemeinsam gelacht und auch gestritten haben. Auch uns fällt es schwer, dies zu akzeptieren. Aber deine Kraft ist am Ende. Deine Augen sind ängstlich Du kannst Dich nicht mehr äußern. Die einzige Beruhigung für uns ist, das Du keine Schmerzen hast. Wir haben Dich alle so lieb und möchten Dich nicht gehen lassen, wir möchten Dich bei uns haben , Du sollst wieder den Rasen mähen, Du sollst mit uns Frühstücken und Eis essen fahren, mit dem Hund spazieren gehen, mit dem Fahrrad Deine Runden drehen, all die Dinge die Du so gerne gemacht hast. Hinter der Theke stehen und zapfen, auf dem Sportplatz stehen und über die Leistung der Fußballer meckern. Aber all dies ist leider nur Wunschdenken. Wir können nur noch warten, bis Du von Diesem Leid erlöst wirst. Wir gönnen Dir diesen Frieden, doch voll Traurigkeit ist unser Herz. Wenn ich Dir noch etwas zeigen könnte, dann wären es meine Augen, dann könntest Du darin sehen, was für ein wundervoller Mensch Du bist. Wenn ich Dir noch etwas von mir geben könnte, dann wäre es mein Herz, damit Du spüren könntest wie sehr ich Dich liebe. In Liebe Deine Tochter Anja , Ich, wir alle, werden Dich immer in meinem Herzen tragen und Dich nie vergessen. Kein Tag wird vergehen, an dem wir nicht an Dich denken werden.