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Erich Polkaehn

* 18.04.1930
† 23.06.2008
Erstellt von Westfälischer Anzeiger

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Über den Trauerfall (1)

Hier finden Sie ganz besondere Erinnerungen an Erich Polkaehn, wie z.B. Bilder von schönen Momenten, die Trauerrede oder die Lebensgeschichte.

Von trauer.de Redaktion (cs), Dachau

24.06.2008 um 21:14 Uhr von VRS
23 Jahre lang führte Polkaehn als Bezirksvorsteher die Geschicke Heessens, bis er im Jahr 1997 mitten in der Wahlperiode zurücktrat, damit die SPD einen neuen Spitzenkandidaten aufbauen konnte. Nach und nach gab er auch seine politischen Ämter und Funktionen ab. Für viele Weggefährten war er das Sinnbild eines verlässlichen Sozialdemokraten, der Vereinbarungen auch einhält. Am 18. Mai 1930 in Heessen geboren, trat er 1950 als kaufmännischer Angestellter bei der Märkischen Steinkohlegewerkschaft ein. 1959 wurde er dort Betriebsratsmitglied. In der Hauptverwaltung arbeite er bis 1967. Von 1968 bis 1975 war er Geschäftsführer im SPD-Unterbezirk Hamm/Unna/Soest/Lippstadt, von 1975 bis 1981 im SPD-Unterbezirk Soest sowie von 1981 bis 1987 im Unterbezirk Hamm. Der SPD trat Polkaehn 1960 bei. Kommunalpolitisch war Polkaehn insgesamt 33 Jahre lang tätig. Nach verlorener Wahl war er 1964 angetreten, um die Heessener SPD wieder aufzubauen. Er wurde Bürgevertreter im Stadtwerkeausschuss der Stadt Heessen. 1965 wählten ihn die Genossen zum Vorsitzenden des SPD-Stadtbezirksverbandes. 1969 gewannen die Genossen die Wahlen und verloren unter seiner Führung auch nicht mehr. Von 1969 bis 1974 war er Ratsherr der Stadt Heessen. Als Bezirksvorsteher kämpfte er von Beginn seiner Amtszeit an für die Stärkung der Kompetenzen der Stadtbezirke. Mit großer Beharrlichkeit verfolgte er seine Ziele. Er verstand es auch, in wichtigen Fragen zum Wohle des Stadtbezirks gemeinsam mit dem politischen Gegner Entscheidungen herbeizuführen. Die Sanierung der Straßen in den Zechenkolonien war eine der großen Aufgaben während seiner Amtszeit. Durch sein Wirken wurden aber auch Projekte wie der Bau der Gartenstadt Dasbeck oder der Umbau des Sachsengeländes zum Öko-Zentrum vorangetrieben. Weiterhin setzte er sich sehr stark für die Förderung des Vereinslebens ein. Dabei wurde er auch ganz persönlich aktiv und stiftete den Heessener Handwerker-Schützen 1987 einen Pokal, der bis heute ausgeschossen wird. Von 1945 bis 1962 spielte Polkaehn selbst Handball beim TuS 45 Heessen. Von 1952 bis 1964 war er Vorsitzender der Handballabteilung. 1991 wurde er zum Ehrenvorsitzenden des Handballvereins SC Eintracht Heessen ernannt. Seit 1960 gehörte er auch der Arbeiterwohlfahrt an. Mit dem Bundesverdienstkreuz wurde er im März 1998 ausgezeichnet. Nachdem Polkaehn politisch in den Ruhestand getreten war, wurde er vor allem in seiner Familie aktiv und holte nach, wofür er früher keine Zeit hatte. So kümmerte er sich unter anderem intensiv um seine Enkelkinder. Aus gesundheitlichen Gründen war er zuletzt immer weniger in der Öffentlichkeit zu sehen.