Über den Trauerfall (1)
Hier finden Sie ganz besondere Erinnerungen an Heinz Kramer, wie z.B. Bilder von schönen Momenten, die Trauerrede oder die Lebensgeschichte.
Von Trauer.de Redaktion, Hamm
27.09.2008 um 21:46 Uhr von VRSHeinz Kramer, ein Bergkamener Urgestein und "Nordberg-Kaufmann" im Ruhestand, ist im Alter von 76 Jahren verstorben. Zeit seines Lebens hat er sich für verschiedene Belange in seiner Heimatstadt engagiert. Nach der Schulzeit in Pestalozzi- und Nordbergschule sowie im Gymnasium Kamen erlernte er zunächst bei seinem Vater das Schumacherhandwerk von der Pike auf, legte zunächst die Gesellenprüfung ab und übernahm später das elterliche Schuhgeschäft an der Präsidentenstraße. Sein Großvater Emil Tillmann hatte den Grundstein des Geschäfts vor dem Ersten Weltkrieg gelegt. In der Kaufmannsschaft des Nordbergs arbeitete Heinz Kramer all die Jahre intensiv mit.
Gemäß der Tradition seiner Familie engagierte er sich zunächst in der Kolpingfamilie in Kamen, um dann im Jahr 1957 mit etlichen Gleichgesinnten die Kolpingfamilie Bergkamen ins Leben zu rufen, der er dann viele Jahre als Vorsitzender vorstand, von 1957 bis 1964 und von 1968 bis 1976. Sein kirchliches Engagement zeigte sich schon früh in der Tätigkeit als Messdiener und später als Mitglied des Kirchenvorstandes der St.-Elisabeth-Gemeinde von 1964 bis 1970.
Sein Vater Heinrich hatte seinem Sohn Heinz schon vor seiner Schulzeit das Schwimmen beigebracht. Das sollte auch später seine Leidenschaft werden. Er gehörte vor allem in den 80er Jahren zu der Gruppe von Frühschwimmern, die jeden Morgen ab sieben Uhr ihre Runden im Hallenbad Bergkamen drehten.
Heinz Kramer, der sich zeitlebens für die Geschichte und Gegenwart seiner Heimatgemeinde brennend interessierte, schloss sich in seinem letzten Lebensjahrzehnt dem seit 1999 bestehenden Zeitzeugenkreis an, der in Kooperation von Stadtmuseum und VHS Bergkamen durchgeführt wird. Mit vielen anderen Zeitzeugen wird so die Zeit des Zweiten Weltkrieges und der Nachkriegszeit im Raum Bergkamen dokumentiert. Die Erinnerungen wurden und werden in der Schriftenreihe "Bergkamen gestern & heute" publiziert.