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Herbert Eckelt

* 04.01.1920
† 29.10.2009
Erstellt von Westfälischer Anzeiger

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Über den Trauerfall (1)

Hier finden Sie ganz besondere Erinnerungen an Herbert Eckelt, wie z.B. Bilder von schönen Momenten, die Trauerrede oder die Lebensgeschichte.

Von Trauer.de Redaktion, Hamm

02.11.2009 um 11:26 Uhr von VRS
Nach langer Krankheit starb am Donnerstag Dr. Herbert Eckelt, Ehrenvorsitzender der Landsmannschaft Schlesien. Eckelt bestimmte über 20 Jahre lang, von 1983 bis 2003, als Vorsitzender das Profil der Landsmannschaft. In Diavorträgen informierte Eckelt seine Landsleute über die Geschichte ihrer alten Heimat. Durch seine verschiedenen Kontakte und seine Arbeit im Landesvorstand der Landsmannschaft brachte er renommierte Referenten nach Werne - unter anderem den Urenkel Josephs von Eichendorff, dem in Schlesien geborenen deutschen Dichter. Eckelt veröffentlichte auch viele Beiträge zur Geschichte der niederschlesischen Grafschaft Glatz. Dort wurde Herbert Eckelt am 4. Januar 1920 im Ort Niedersteine geboren. Die Familie zog später nach Glatz. Im 2. Weltkrieg wurde Herbert Eckelt als Soldat eingezogen. Im September 1944 entließ ihn die Wehrmacht wegen einer schweren Kriegsverletzung. Der 24-Jährige begann daraufhin ein Studium an der Universität Breslau. Im März 1946 deportierten die Behörden des inzwischen polnisch gewordenen Schlesiens etwa 180 000 deutsche Bewohner der Grafschaft Glatz. Die Familie Eckelt verschlug die Vertreibung ins westliche Münsterland. Dort wurden sie von einer Bauernfamilie gut aufgenommen. Der Landwirt stellte Herbert Eckelt sogar ein kleines Zimmerchen zur Verfügung, wo er für sein Studium arbeiten konnte. Denn Eckelt hatte dank seiner Unterlagen sofort einen Studienplatz an der Universität Münster bekommen. In Münster promovierte er 1953 über Armenwesen und Wohltätigkeitsanstalten der Stadt Borken. 1959 kam er als Lehrer für Geschichte und Latein an das St. Christophorus-Gymnasium in Werne. Nebenher leitete er von 1960 bis 1973 die Werner Volkshochschule. 1959 heiratete Eckelt seine Ehefrau Renate, die ebenfalls aus Glatz stammt. Beide haben einen Sohn. Gemeinsam war das Ehepaar in der Landsmannschaft Schlesien aktiv, Eckelt seit 1977 als Kulturwart. 1983 übernahm er den Vorsitz von Reinhold Schafflick und gab ihn 2003 an Alfred Willimek ab.