Pflanzen Sie einen Gedenkbaum für Herman De Bie
Spenden Sie eine besondere Form von Trost und Beileid: Lassen Sie einen Gedenkbaum in einem regionalen Waldgebiet pflanzen.
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Von Barbara Köster, Soest
24.07.2009 um 20:46 Uhr von VRSSehr geehrte Familie De Bie und De Wolf,
wir trauern um Ihren lieben Angehörigen Herman De Bie, der seit 1997 Ehrenmitglied unseres Vereins war. Dem belgischen Standortpfarrer haben wir die ersten umfassenden Informationen zur Geschichte der Französischen Kapelle und ihrer Ikonographie zu verdanken. Herman De Bie überließ uns Unterlagen, die uns Ansatzpunkte zu weiteren Forschungsarbeiten boten. Ihm verdanken wir, dass unser Interesse an dem kleinen Gottesraum unter dem Dach des Blocks 3 der AdamKaserne geweckt wurde.
Wir fühlen uns in diesen traurigen Stunden mit Ihnen verbunden.
Barbara Köster
Geschichtswerkstatt Französische Kapelle e.V. Soest
Detmoler Str. 12
59494 Soest
Kondolenz
Von Krista Schinkel, Soest
24.07.2009 um 11:07 UhrWir haben uns 1995 kennen gelernt durch die Französische Kapelle in der Adam Kaserne und haben sehr viele schöne Erinnerungen an ihn. Er war ein sehr liebevoller, weiser und kluger Mann, der uns sehr viel zu sagen hatte. Wir sind dankbar dass wir Herman de Bie kennen lernen durften und werden ihn in sehr guter Erinnerung behalten.
Danke Herman!
Mein Mann und ich
Von Lucas Van Buyten, 2800 Mechelen
23.07.2009 um 11:49 Uhr von VRSBescheidenen Art ,und seines enorme Wissen.
Von Trauer.de Redaktion, Hamm
23.07.2009 um 10:12 Uhr von VRSDer frühere belgische Standortpfarrer in Soest, Herman De Bie, ist am Dienstag in seiner belgischen Heimat bei Opwijk gestorben. Herman De Bie war Standortpfarrer in Soest von 1978 bis 1992.
Herman De Bie wurde 1931 im belgischen Baardegen bei Aalst geboren. Er studierte katholische Theologie, wurde 1957 zum Priester geweiht und war zunächst 20 Jahre lang Lehrer für Latein, Religion und Kunstgeschichte.
Als der belgische Militärbischof ihn fragte, ob er sich eine Laufbahn beim Militär als Seelsorger vorstellen könnte, schlug er ein und kam dann bald nach Soest, das er zuvor nicht kannte, sehr schnell aber lieben lernte.
Schon nach kurzer Zeit kannte er, der sehr gut Deutsch sprach, die Stadt besser als mancher Soester, rief die Aktion "Soest kennenlernen für belgische Soldaten" ins Leben, verfasste auch ein Buch über Soest und sorgte für den flämischen Teil des viersprachigen Soestführers. Er schrieb zahlreiche Soest-Broschüren in flämischer Sprache, gab Kunstmappen und Soest-Gedichte heraus. In der belgischen Zeitung "Weekspiegel", deren Herausgeber er war, verfasste er seit 1981 regelmäßig die "Kolommeke van Jerommeke", in der er zahlreiche Soester Themen aufgriff und für seine belgischen Landsleute aufbereitete. Als Chronist der Belgier in Soest hatte er außerdem zahllose Dokumente gesammelt und sie später der Stadt als ein Stück Soester Stadtgeschichte überlassen.
Schweren Herzens musste er 1992 mit den belgischen Soldaten Soest verlassen, als die Garnison hier aufgelöst wurde und versah seinen Dienst in Köln bis November 1994, als er pensioniert wurde. Er besuchte Soest, das er oft als "meine Heimat" bezeichnet hatte, mehrmals, nicht zuletzt auch, um mit den hier gebliebenen belgischen Landsleuten das Tedeum zum belgischen Nationalfeiertag im Patroklidom zu feiern.
Im November 1997 erhielt der Geistliche für seine Verdienste um die Verständigung und Freundschaft zwischen Belgiern und Deutschen das Bundesverdienstkreuz.
Bei den Soestern war der Pfarrer sehr beliebt, nicht zuletzt wegen seiner bescheidenen Art und seines enormen Wissens über Soest. (kf)