Pflanzen Sie einen Gedenkbaum für Horst Hellerforth
Spenden Sie eine besondere Form von Trost und Beileid: Lassen Sie einen Gedenkbaum in einem regionalen Waldgebiet pflanzen.
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Gedenkkerze
Anne Gierse
Ich entzünde eine Kerze zum Gedenken an unsere Eltern Marlene und Eddi Gierse, die am 9.7.2005 beide bei einem katastrophalen Autounfall am Kreuz Biebelried bei Würzburg ums Leben gekommen sind.
Heute ist es auf den Tag 20 Jahre her. Zwei Jahrzehnte. Diese Zeitspanne ist nicht greifbar. Sie haben eine riesige Lücke hinterlassen. In der Familie, in Freundeskreisen, in Vereinen. Seit ein paar Jahren ist der Schmerz und die immense Trauer einer Art Wehmut gewichen. Das Leben hat seinen Weg gefunden und das ist gut so. Nichtsdestotrotz - immer mal wieder kommen die Erinnerungen an die beiden hoch. An schöne Dinge zu Lebzeiten, an den Horror nach dem Unfall.
Heute entzünde ich im Stillen diese Kerze in Dankbarkeit für alles Gute, was sie uns mitgegeben haben. Für das Leben "davor". Und für die Hoffnung auf eine gute Zukunft.
Gedenkkerze
Heike Deschl
Ich zünde diese Kerze an, für einen Menschen, den ich nie kennengelernt habe.
Ab und an suche ich über das Internet nach Namensverwandten. Heute habe ich nach dem Namen Hellerforth gesucht, weil meine Großmutter eine geborene Hellerforth war. Laut Familienstammbuch hatte sie einen Bruder, der aber schon 1941 gefallen war. Es ist also eher unwarscheinlich, das wir verwand sind. Trotzdem möchte ich einen letzten Gruß hier interlassen.
In Gedenken an alle Hellerforth´s
Heike Deschl
Gedenkkerze
Anke + Jürgen Winter
In Gedenken zu Weihnachten von Anke + Jürgen
Eine Künstlerin am Webstuhl
14.08.2014 um 11:03 Uhr von VRSEine Künstlerin am Webstuhl Lieselotte Ellenbeck-Hembeck verstorben LÜDENSCHEID „Poesie am Webstuhl“: So hieß die Ausstellung, die vor zwei Jahren rund 70 Arbeiten von Lieselotte Ellenbeck-Hembeck in der Städtischen Galerie zeigte. „Poesie am Webstuhl“ beschreibt das, was die gebürtige Lüdenscheiderin bis ins hohe Alter hinein immer wieder neu entwarf. Ihre Webbilder mit eindrucksvollen Farbgebungen dokumentieren ein jahrzehntelanges kreatives Schaffen, das seinesgleichen sucht. Am 10. Juli verstarb Lieselotte Ellenbeck-Hembeck im Alter von 100 Jahren. Die Tochter eines Lüdenscheider Unternehmers wurde am 2. Mai 1914 geboren. Schon in jungen Jahren entdeckte sie die Bildwirkerei am Webstuhl für sich. Die komplizierte Technik des Webens „Wolle auf Wolle“, bei der auch der Kettfaden aus Wolle besteht, beherrschte Lieselotte Ellenbeck-Hembeck wie keine zweite. Ihr Weg zur Kunst führte 1934 über eine Modeschule in München und die Werkkunstschule in Köln schließlich 1937 zur privaten Kunstschule von Prof. Karl Blocherer in München. Dort entstand ihr erster Gobelin „Tiere im Wald“, der bereits weithin Anerkennung fand. Das Werk, das ursprünglich „Häschenteppich“ hieß, hing lange in der Pinakothek in München. Vielerorts erregte sie mit ihrer besonderen „Malerei mit Kette und Schuss“ Aufmerksamkeit. 1952 gehörte Lieselotte Ellenbeck-Hembeck zu den Gründungsmitgliedern der Lüdenscheider Künstlergruppe „der bogen“, mit der sie 1953 ihre erste Ausstellung in der Friedensschule gestaltete. Später folgten Einzelausstellungen unter anderem in Hamburg, Köln, Lüdenscheid, Wuppertal, München und Hagen. Mit ihrer besonderen Technik und Farbgestaltung hat Lieselotte Ellenbeck-Hembeck einer der ältesten Handwerkskünste, die eigentlich im Mittelalter und in der Renaissance ihre Blüte erlebte, ein modernes Gesicht gegeben. Während anfangs noch gegenständliche Darstellungen insbesondere von Tieren, Pflanzen und Landschaften dominierten, waren die späteren Arbeiten von Lieselotte Ellenbeck-Hembeck stilisierter. Herausragend ist unter anderem das Werk „Wo Klee wohnt“, das sich unmittelbar auf den Maler und Grafiker Paul Klee bezieht. Bis ins hohe Alter ließ sie die Kreativität am Webstuhl nicht los. Allerdings beschränkte sie sich dann auf kleinformatige Arbeiten. In jüngeren Jahren entstanden auch großformatige Werke wie das rund vier Meter breite „die großen Liebenden“. 1974 zog die Künstlerin nach München und 1996 schließlich nach Bad Kissingen, wo sie ihre letzten Lebensjahre verbrachte. Zur Vernissage von „Poesie am Webstuhl“ kam sie 2012 gerne nach Lüdenscheid. Im Mai war es Lieselotte Ellenbeck-Hembeck vergönnt, ihren 100. Geburtstag zu feiern. Das Mitgefühl gilt nun ihren Angehörigen und Freunden.