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Jürgen Lange

* 13.06.1955
† 03.12.2016
Erstellt von Westfälischer Anzeiger
Angelegt am 06.12.2016
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Über den Trauerfall (1)

Hier finden Sie ganz besondere Erinnerungen an Jürgen Lange, wie z.B. Bilder von schönen Momenten, die Trauerrede oder die Lebensgeschichte.

Jürgen Lange

06.12.2016 um 10:45 Uhr von VRS

 

HAMM Völlig überraschend ist am Wochenende Jürgen Lange verstorben. Der 61-Jährige war Vorsitzender des Hammer Geschichtsvereins und arbeitete bei „Arbeit und Leben“ in Düsseldorf, einer Weiterbildungseinrichtung des Deutschen Gewerkschaftsbundes und der Volkshochschulen in Nordrhein-Westfalen.
Lange war gebürtiger Hammer und studierte nach dem Abitur unter anderem Geschichte in Münster. In den 80er-Jahren unterrichtete er in der Hammer Volkshochschule (VHS) im Bereich „Berufliche Abschlüsse“. Zusammen mit Mitstreitern gründete er die Hammer Geschichtswerkstatt. 1993 rief er gemeinsam mit Dr. Karl A. Faulenbach, Wolfgang Como und Peter Drever den Hammer Geschichtsverein ins Leben. Drever wurde Vorsitzender, Lange amtierte bis 2010 als Geschäftsführer und übernahm danach den Vorsitz. Auf seine Initiative gingen die Stelen zurück, die an einigen Stellen auf wichtige orte hammer Geschichte hinweisen – so zum Beispiel am früheren Standort der Synagoge auf dem Santa-Monica-Platz. „Es war ihm ein Anliegen, Geschichte anders zu beleuchten, als es von offizieller Seite formuliert worden ist“, sagt Weggefährte und Freund Dr. Karl A. Faulenbach.
Auch als Autor war Jürgen Lange tätig. 1991 gab er das „Hammer Lesebuch – Geschichten aus der Geschichte Hamms“ heraus. „Die Schlacht bei Pelkum im März 1920: Legenden und Dokumente“ veröffentlichte er 1994, und 1996 erschien „Neue Wege der Weiterbildung“, das er gemeinsam mit dem heutigen Leiter der Hammer VHS, Bernd Lammers, schrieb. Lammers sagt, Lange sei fest demokratisch verankert gewesen, sein Wunsch nach Gerechtigkeit sei stets spürbar gewesen, und daher habe er Missstände offen ausgesprochen.
Bei seinem Arbeitgeber „Arbeit und Leben“ war er seit 1994 angestellt. Er baute das „Düsseldorfer Institut für soziale Dialoge“ mit auf sowie die Abteilung Betriebsräteschulung – mittlerweile ein großer Schwerpunkt von „Arbeit und Leben“. Seit dem Jahr 2000 setzte er zahlreiche Projekte um.