Pflanzen Sie einen Gedenkbaum für Norbert Edelkötter
Spenden Sie eine besondere Form von Trost und Beileid: Lassen Sie einen Gedenkbaum in einem regionalen Waldgebiet pflanzen.
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Gedenkkerze
Anja Kichmann
Danke, dass ich Sie privat kennenlernen durfte. Ich denke gerne an die Oostmallezeit gerne zurück.
Ruhe in Frieden
Norbert Edelkötter ist tot
10.02.2015 um 15:03 Uhr von VRSNorbert Edelkötter ist tot. Der ehemalige Musikschuldirektor, der das Institut fast 20 Jahre lang von 1979 bis 1998 geleitet hat, ist am Freitag, 6. Februar, nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 77 Jahren gestorben. Edelkötters Wirken bleibt untrennbar mit einer rasanten, wenn auch nicht immer konfliktfreien Entwicklung der Städtischen Musikschule verbunden.
1937 in Bockum-Hövel geboren, war Edelkötter selbst Musikschüler zu Zeiten, als das Institut von Josef Kemper geleitet wurde. Edelkötter studierte Musik mit der Zusatzqualifikation Jugend- und Volksmusik und übernahm später die Leitung der Musikschule in Goslar. In Hamm fand Edelkötter als Nachfolger von Joshard Daus nicht nur eine deutlich größere Zahl von Lehrkräften und Schülern vor, sondern auch das damals modernste Musikschul-Gebäude Deutschlands vor.
Wichtiger als Äußerlichkeiten waren Edelkötter aber immer die 'inneren Werte' der Musik und deren Vermittlung. 'Musikschule fängt eigentlich erst dort an, wo die Ergebnisse des guten Fachunterrichts in musizierenden Gemeinschaften wirksam werden', lautete sein Grundsatz. Darum setzte er auch zügig Daus' Konzept einer Orchesterschule um, bei der Musikschüler in aufeinander aufbauenden Ensembles das Zusammenspiel übten. Bis hin zum Sinfonieorchester, dessen Leitung Edelkötter selbst übernahm und mit dem er immer wieder kulturelle Höhepunkte in Hamm gestaltete.
Dass der engagierte Violinist Edelkötter weniger ein Direktor mit Verwaltungsaufgaben sein wollte als vielmehr ein aktiver Teil des Schulgeschehens, dokumentiert auch sein 'Blick über den Tellerrand': Er führte die Konzertarbeitswochen im belgischen Oostmalle ein, die das Zusammengehörigkeitsgefühl ganz wesentlich stärkten. Und er engagierte mit André Gertler und Gerhard Bosse regelmäßig zwei Musikprofessoren, die Fortbildungen auf professionellem Niveau durchführten.
Für Turbulenzen zum Ende seiner Amtszeit sorgte die Umstrukturierung der Musikschule mit der Einrichtung von Fachbereichen und vor allem der neuen Popularsparte sowie den neuen Unterrichtsangeboten in den Stadtbezirken.
'Ruhestand' im eigentlichen Sinn gab es für Edelkötter nicht: Er unterrichtete weiter privat Geigenschüler auf Grundlage der Waldorfpädagogik.