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Pater Ludolf Signon

* 30.01.1916
† 28.04.2008
Erstellt von Westfälischer Anzeiger

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Über den Trauerfall (1)

Hier finden Sie ganz besondere Erinnerungen an Pater Ludolf Signon, wie z.B. Bilder von schönen Momenten, die Trauerrede oder die Lebensgeschichte.

Von trauer.de Redaktion (cs), Dachau

30.04.2008 um 19:04 Uhr von VRS
Lange Zeit war er in St. Clemens als Pfarrer und Seelsorger aktiv, hat die Gemeinde geprägt und begleitet. Auch nachdem er sein Amt aus Altersgründen abgegeben hatte, kam Pater Ludolf immer wieder zu Besuchen nach Rünthe zurück. Nun ist der 92-Jährige nach schwerer Krankheit im Konvent der Arnsteiner Patres in Werne verstorben. Friedlich und ruhig sei Ludolf dort gestorben, wo im Jahr 1961 seine seelsorgerische Arbeit in Werne begonnen hatte, berichtete der Superior der Arnsteiner, Pater Ralf Birkenheier. Reiner Signon erblickte am 30. Januar 1916 im heute belgischen Eupen das Licht der Welt. Nach seiner Kindheit und Jugend, die er mit vier Schwestern in seinem Heimatort verlebte, führte ihn sein Weg in die Ordensgemeinschaft "Von den Heiligsten Herzen", der er sich am 18. April 1937 anschloss. Im Zweiten Weltkrieg zu den Waffen gerufen, "musste er in den Krieg ziehen und das furchtbare Elend miterleben, das über die Menschheit hereinbrach - und das ihn selbst bis ins eigene Sterben verfolgte", heißt es in dem Brief der Arnsteiner. Hochdekoriert und zum Hauptmann befördert wurde er "unehrenhaft" entlassen, weil er von seinem Wunsch, Priester zu werden, nicht abrücken wollte. In Trier nahm Pater Ludolf seine Studien wieder auf, und empfing am 22. Februar 1948 in Valkenburg die Weihe. Zunächst war er Lehrer und Präfekt in Lahnstein, ein Sportlehrerstudium schloss er 1953 in Bonn ab. In Werne wurde er "zu einer der prägenden Gestalten im Kloster, an der Schule und in der Stadt", so die Arnsteiner. Nach seiner Pensionierung erreichte ihn sein "eigentlicher" Ruf - er wurde Pastor in St. Clemens. Leidenschaftlich setzte er sich dort für die Menschen ein, bis er sich - nun schon hoch in den Achtzigern -- in den "Unruhestand" zurückzog. Bis vor wenigen Wochen, so berichtet Pater Ralf, sei Ludolf den Menschen in Briefen, Telefonaten und Besuchen nahegeblieben. Vor vier Monaten stellten Ärzte einen Tumor an der Galle fest, seine letzten Wochen verbrachte Ludolf im Konvent.