Profilbild Ulrich Friebel

Ulrich Friebel

* 03.10.1953
† 20.03.2017
Erstellt von Westfälischer Anzeiger
Angelegt am 22.04.2017
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Über den Trauerfall (2)

Hier finden Sie ganz besondere Erinnerungen an Ulrich Friebel, wie z.B. Bilder von schönen Momenten, die Trauerrede oder die Lebensgeschichte.

24.04.2017 um 08:20 Uhr von VRS
Foto 1 für Ulrich Friebel

Engagierter Lehrer und Himalaya-Fan Ulrich Friebel im Alter von 63 Jahren gestorben

24.04.2017 um 08:18 Uhr von VRS

 

HAMM

 

Ulrich Friebel, längjähriger Lehrer am Gymnasium Hammonense und Bergsteiger mit Himalaya-Erfahrung, ist überraschend im Alter von 63 Jahren gestorben – bereits am 20. März, wie auf seiner Homepage vermerkt worden ist.
Friebel wurde 1953 im sächsischen Pirna, südlich von Dresden, geboren. Seine Liebe zu den Bergen mag in seinen ersten Lebensjahren geweckt worden sein, die er in der Sächsischen Schweiz verbrachte. Außerdem kam seine Mutter aus der Steiermark.
Bereits als Kind kam Friebel nach West-Deutschland, wo er sich für den Beruf des Lehrers entschied: Seit 1982 war er am Hammonense unter anderem für das Fach Deutsch tätig und hat „den Unterricht und das Leben am Gymnasium geprägt“, wie es in einem Nachruf der Schule auf deren Homepage heißt. Mit hohem Engagement inszenierte er mit den Schülern zahlreiche Theateraufführungen, deren Qualität dafür sorgte, dass auch Besucher ohne Bezug zur Schule die Stücke sehen wollten.
Fasziniert war er außerdem von Wort-Akrobaten wie Lutz Görner und Oliver Steller, die er mit ihren Programmen häufig im Rahmen des Literarischen Herbstes engagierte und jeweils für eine ausverkaufte Schul-Aula sorgte.
Seine eigentliche Sehnsucht galt aber immer den Bergen, speziell dem Himalaya; zahlreiche Reisen führten ihn darum nach Indien, Nepal und Tibet. Hier erkundete er selbstständig Trekkingtouren – und behielt sein Wissen nicht für sich: Als Referent für Auslandsbergfahrten war er für die „Naturfreunde“, den sozial-ökologischen und gesellschaftspolitisch aktiven Verband, tätig. Seit 1990 leitete er für die Naturfreunde auch Expeditionen in die Hochgebirgsregionen, in 6 000 Metern Höhe überschritt er Pässe und Eisgipfel.
Wichtig war es Friebel immer, Berge nicht als „Sportgeräte“ zu sehen, sondern Trekking durch kulturelles Erleben zu bereichern und die dort lebenden Menschen kennenzulernen. Auf seinen allein 24 dokumentierten Touren entstanden rund 3 000 Fotos von Menschen, ihrer Kultur und natürlich der faszinierenden Landschaft.
Dazu gehören die religiösen Stätten von Yolmo und der Langtang-Nationalpark (beide Nepal), zu denen Friebel über seine Homepage Informationen für andere interessierte Bergsteiger anbot. Darin beschrieb er sowohl Trekkingtouren über Bergriesen wie den 5 846 Meter hohen Naya Kanga als auch „leichte Gipfelziele“ im obersten Langtang-Tal.
Ulrich Friebel wird am 2. Mai beigesetzt.