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Walter Hueck

* 30.06.1934
† 13.10.2016
Erstellt von Westfälischer Anzeiger
Angelegt am 21.10.2016
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24.10.2016 um 13:16 Uhr von VRS

Verdienste um Stadt und Industrie
Dr.-Ing. Walter Hueck (82) verstorben

Lüdenscheid Ein Leben lang hat er es verstanden, Zeichen zu setzen. Als erfolgreicher Lenker, der bereits in jungen Jahren Verantwortung übernahm für ein heute weltweit tätiges, traditionsreiches Familienunternehmen: die Firma Eduard Hueck. Aber auch als Mensch mit Visionen, der der Stadt, in der er lebte und wirkte, etwas Bleibendes hinterlassen wollte. Vergangene Woche Donnerstag starb Dr.-Ing. Walter Hueck im Alter von 82 Jahren, nach längerer Krankheit, aber gleichwohl unerwartet. Trost in ihrer Trauer finden Familie, Freunde und langjährige Wegbegleiter darin, dass „das Haus bestellt“ war, als sich der Lebenskreis schloss. Die Familie erfüllte seinen ausdrücklichen Wunsch nach einer Beisetzung in aller Stille.
Was bleibt, ist die Erinnerung an einen Patriarchen, einen Unternehmer vom alten Schlage, der seine Pläne mit starkem Willen und Entschlossenheit umsetzte. Dass ihm das schließlich noch mit dem ehrgeizigen Projekt seiner späten Jahre gelang – der Errichtung eines Foucault’schen Pendels im Rahmen eines Phänomenta-Neubaus – dürfte auch den Ingenieur in ihm mit tiefer Befriedigung erfüllt haben. So steht der markante Turm für die Zielstrebigkeit und das Talent seines Initiators, Menschen nachhaltig für eine Vision zu begeistern. Und er symbolisiert einen lebenslangen Blick nach vorn, nach oben, in die Zukunft.
Seit 1999, zeitweise als Sprecher und Vorsitzender des Phänomenta-Stiftungsrates, zuletzt als Mitglied des Gremiums, gestaltete und erlebte er mit, dass aus seiner Idee ein neues Lüdenscheider Wahrzeichen wurde. Diese Stadt bedankte sich 2015 für sein Wirken zum Wohle des Gemeinwesens mit der Verleihung des Ehrenringes an Dr. Walter Hueck. Damit würdigte sie auch offiziell seine Verdienste. Es war eine Ehrung von vielen – darunter das Bundesverdienstkreuz –, die dem Verstorbenen im Laufe arbeitsreicher Jahre zuteil geworden sind.
Dabei war dieser Lebensweg Ergebnis einer Wendung des Schicksals. Denn der Sohn eines Chirurgen hatte bereits sein Medizinstudium begonnen. In Karlsruhe als jüngstes von sechs Geschwistern geboren, musste er seine Pläne nach dem tödlichen Unfall seines Lüdenscheider Cousins ändern. Mit Ende Zwanzig folgte er dem Ruf der Familie in die Bergstadt und richtete sein Leben neu aus. Er studierte Maschinenbau, promovierte in Metallurgie und fand in seinem Beruf Berufung, war fasziniert von den Gestaltungsmöglichkeiten, die sich ihm boten.
Die unternehmerische Verantwortung prägte sein Leben. Er gehörte dem Arbeitgeberverband Metall und Elektro an (1963 bis ‘99) und machte als Vorstandmitglied ab 1984 die Ausbildung zu seinem Thema. Sprecher des Beirats im Institut für Fenstertechnik, zwei Jahre lang Vorsitzender des Ausstellerbeirats der Münchner Messe „Bau“ (1993 und ‘95), im Präsidium der Wirtschaftsvereinigung Metalle, ab 1995 Präsident des Gesamtverbandes der Deutschen Aluminiumindustrie – er blickte immer über den Tellerrand hinaus. Auch gen Osten, wo er nach dem Mauerfall Chancen für die Firma sah und nutzte.
1998 zog er sich dann aus der Geschäftsführung des Unternehmens zurück, das vor nunmehr zwei Jahren seinen 200. Geburtstag feiern konnte. Mit dem Wechsel in den Firmenbeirat signalisierte der damals 64-Jährige, dass der Ruhestand gleichwohl noch nichts für ihn war, so sehr der Rotarier auch gelegentliche Zeiten der Entspannung in der Natur, beim Skifahren oder Golfspiel genoss. Sechs Kinder aus zwei Ehen und fünf Enkel bereicherten – insbesondere in den letzten Jahren – sein Leben. 

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