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Franz Walczak

* 24.05.1919
† 04.02.2008
Erstellt von Westfälischer Anzeiger

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Über den Trauerfall (1)

Hier finden Sie ganz besondere Erinnerungen an Franz Walczak, wie z.B. Bilder von schönen Momenten, die Trauerrede oder die Lebensgeschichte.

Von trauer.de Redaktion (cs), Dachau

06.02.2008 um 20:17 Uhr von VRS
Anfang der 30er Jahre fuhr Franz Walczak das erste Mal Ski - und seine Leidenschaft zum Schnee und zu den Bergen wurde auch nicht durch den Zweiten Weltkrieg gebrochen. So lernte er 1952 auf einer seiner zahlreichen Bergtouren Josef Praxmarer aus Feichten im Kaunertal kennen, mit dem er seine Begeisterung für das Bergsteigen und Skilaufen vertiefte. Durch diese Begegnung und der Verbundenheit zu den Bergen entstand bei Franz Walczak die Idee, eine Gruppe Gleichgesinnter zu finden. Diesen Wunsch setzte er in die Tat um und organisierte eine Zusammenkunft von Interessenten im ehemaligen "Polsterstübchen" an der Overbergstraße. Vor 30 meist jugendlichen Skibegeisterten hielt er am 15. November 1956 ein Referat zum Thema "Wintersport - beste Arznei für Talmenschen". Die Begeisterung war riesengroß. Dies war die Geburtsstunde des Skiclubs und heutigen SLC Bockum-Hövel. Am 1. Januar 1957 hatte der Verein bereits 50 Mitglieder, die vom Clubleiter intensiv und dank der ausgezeichneten Schneeverhältnisse im Sauerland ausgebildet wurden. Die Mitgliederzahl wuchs rasant. Im folgenden Sommer wurde die Abteilung Leichtathletik aufgebaut, die in kurzer Zeit von sich reden machte. Durch die konsequente Vereinsarbeit stieg die Mitgliederzahl weiter sprunghaft an, und der Verein wurde über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Franz Walczak verfolgte deshalb mit besonderer Hartnäckigkeit das Ziel, Vereinsmitglieder zur Mitarbeit im Club zu bewegen. Die Ausbildung von Übungsleitern war dabei sein besonderes Anliegen und führte zum Erfolg. Bei den von Anfang an durchgeführten Wochen- endfahrten ins Sauerland, bei denen wegen der riesigen Nachfrage nicht selten bis zu vier Busse pro Anreisetag eingesetzt werden mussten, haben hunderte Skibegeisterte unter der Anleitung von Übungsleitern das Skifahren erlernt. Wegen der nachlassenden Schnee-sicherheit wurden die Skifahrten mehr und mehr ins Hochgebirge verlegt - zuerst ins Kaunertal, später dann nach Arzl ins Pitztal. Der Schwerpunkt der Vereinsarbeit verlagerte sich aber zunehmend auf Hallensportarten. So begann ein Stück Erfolgsgeschichte im SLC im Frühjahr 1972. Der damals 17-jährige Peter Wolle gründete mit Unterstützung seines Vaters Karl Wolle und des damaligen Sportwartes Franz Walczak die Volleyball-Abteilung. "Franz war an der Gründung maßgeblich beteiligt", erinnert sich Peter Wolle. Seine aktive Vorstandsarbeit beim SLC beendete Walczak 1988. Vorausgegangenen waren intere Streitigkeiten. Ohne rechtzeitig die Meinung der Vereinsmitglieder zu hinterfragen, plante der damalige Vorstand die Fusion mit der Hammer SpVg. Gemeinsame Gespräche der Vereinsführungen hatten bereits stattgefunden. Da die überwältigende Mehrheit der SLC-Mitglieder gegen eine Fusion war, formierte sich Widerstand. In der Jahresversammlung am 28. Oktober 1988 stellte Walczak sein Amt als Organisationsleiter zur Verfügung und konzentrierte sich mehr auf die Hochgebirgsfahrten.